Wandern für alle Felle

Wissenswertes

um das Wandern mit Hunden

Nicht umsonst nennt man den Hund den besten Freund des Menschen und wir möchten auch unsere(n) beste(n) Freund/in immer und überall dabei haben. Vor allem wenn es darum geht sich gemeinsam in der freien Natur zu bewegen, gibt es keinen besseren Wanderpartner als eine kalte Hundeschnauze. Eine Tageswanderung mit dem Hund ist ja gar keine große Sache und es gibt genügend Portale, die zum Thema Wandern mit Hund aufgerüstet haben. Eine passende Tour ist schnell gefunden wie eine Wasserflasche, ein paar Snacks und los gehts.

gemeinsam die Natur erleben

Gut geplant ist halb gewandert

 

Bei einer Wanderung mit dem Hund ist eine gute Organisation natürlich sehr wichtig. Diese Fragen sollte man vorher abklären, bevor man mit seinem Vierbeiner loswandert.

 

  • Ist der Wanderweg für Hunde geeignet?
  • Gibt es Bäche, Flüsse, Seen und Trink- und Bademöglichkeiten?
  • Führt die Route im Schatten?
  • Wo gibt es Schlüsselstellen wie Kuhherden oder Wildtiere?
  • Gibt es genügend Einkehrmöglichkeiten?
  • Gehorcht mir mein Hund?
  • Besitze ich die nötige Ausrüstung für eine Wanderung mit Hund?
  • Plane ich eine Übernachtung auf einer Hütte?

Die Erziehung

 

Ein gut erzogener Hund macht einem Besitzer viel Freude – man kann seinen Vierbeiner immer mitnehmen und die Gefahren sind besser einschätzbar. Zu den Grundbefehlen Sitz, Platz und Fuß sind in den Bergen auch Steh, Bleib und Stopp unheimlich wichtig und können Hundeleben retten. Das sollte dein Hund haben…

 

  • gute Sozialverträglichkeit und stabilen Grundgehorsam
  • Alter von mindestens einem Jahr
  • Kondition für 5-7 Stunden Gehzeit
  • keinen hohen Jagdtrieb (sonst nur angeleint)
  • Leinenführigkeit und verlässliche Abrufbarkeit (damit das Wandern ohne Leine auch möglich ist)
  • EU-Heimtierausweis mit Kennzeichnung und gültiger Tollwutimpfung (mind. 30 Tage und max. 12 Monate vor Grenzübertritt) eingetragen.

Halsbänder vs. Geschirr

 

Sie sind hübsch und praktisch und ich persönlich bin ein großer Fan von Hundehalsbänder. Meine Hunde haben natürlich mehrere, die wir je nach Jahreszeit und Bedarf variieren können.

In den Bergen aber sind Halsbänder eine sehr große Gefahr für den Hund und man sollte unbedingt auf ein gut sitzendes Geschirr umsteigen. Am besten noch eines mit einem Tragegriff, um dem Hund beim Aufstieg unter die Pfoten greifen zu können.

Hier eignet sich am besten ein Y Geschirr, welches dem Hund so viel Freiheit im Schulter und Brustbereich, wie möglich gewährt. Am besten ein qualitativ hochwertiges Modell mit Metallverschlüssen und Haltegriff – Sicher ist sicher!

Leine

 

 

Da die Wanderwege gerade in den Sommermonaten gut besucht sind, muss der Hund stets an der Leine geführt werden, um den Hund und auch die anderen Wanderer zu schützen.

Damit man seine Hände frei hat, kann man sich auch eine Jogging-Leine zulegen, die wird am Körper befestigt und ermöglicht Mensch und Hund genügend Bewegungsfreiheit.

Im Hochgebirge oder an Wegen mit exponierten Stellen eignet sich hingegen besser eine „normale“ Hundeleine.

Packliste „Wandern mit Hund“ Das muss unbedingt mit

Es soll natürlich nicht zu schwer sein, aber alles beinhalten, was man brauchen könnte. In dieser kurzen Checkliste findet ihr alles, was ihr und euer Liebling auf einer mehrtägigen Wanderung braucht

 

 

  • Hundekotbeutel
  • Hundehandtuch
  • leichte Hundedecke
  • Hundefutter
  • faltbarer Trinknapf oder Hundetrinkflasche
  • Leine: Normale Führleine oder Schleppleine – KEINE Flexi !
  • Geschirr (Brustgeschirr) und evtl. Halsband
  • Evtl. Maulkorb (Keine Maulkschlaufen) Mit einem Maulkorb kann der Hund besser hecheln und sich somit besser abkühlen.
  • Heimtierausweis
  • Chipnummer

 

 

 

 

Erste-Hilfe-Set für Hunde

  • Eine Tasche mit wasserabweisendem Material
  • Verbandmaterial, dass auch am Fell gut hält (elastische Fixierbinde)
  • Hundeschuhe (bei Verletzungen an Pfoten)
  • Zeckenzange
  • Desinfektionspray
  • Alkoholtupfer

 

Die Wanderung – Zu beachten

Flüssigkeit Bade- und Trinkgelegenheiten

Natürlich muss man immer an ausreichend Wasser für sich und seinen Liebling denken. Am besten dies auch bei der Tourenplanung beachten und auch nach Gewässern Ausschau halten. Da Hunde ja nicht schwitzen, sondern ihren Temperaturhaushalt durchs Hecheln regeln, überhitzen sie auch schneller als Menschen und man muss sicherstellen, dass sie genügend Flüssigkeit zu sich nehmen können.

Futter Der richtige Snack

Beim Füttern sollte man auch beachten, dass ein Hund eine gute Unterlage benötigt, bevor los gewandert wird. Der Hund sollte aber einen nicht zu vollen Magen haben, dann werden sie müde und träge  – deshalb den Liebling lieber nach dem “Frühstück” kurz ruhen lassen. Meine Empfehlung – eine kleinere Portion vor der Wanderung und dazu noch einige Leckerlis für unterwegs.

Aufmerksamkeit Regelmäßige Verschnaufpausen

Selbst der fitteste Vierbeiner braucht seine Verschnauf- und Ruhepausen. Auch wenn die Hunde noch recht aktiv wirken, sollte man dennoch, abhängig von der Route und der Temperatur auch Zwangspausen einlegen. Ein schattiges Plätzchen, genügend Wasser und ein Snack helfen beiden wieder etwas Energie zu tanken.

TIPP:

Wildtier-Kontakt mit Hund Richtiger Umgang bei Kuhherden oder Wildtieren

 

Natürlich werden Sie auf Ihrer Wanderung mit Hund nicht nur anderern Wanderern begegnen, auf den Wanderwegen  treffen Sie auf viele andere Tiere, Rehe, Kühe, Pferde oder auch Schafe und Ziege grasen oft auf den frischen Wiesen. Damit sich die Tiere besonders in der Schonzeit im Frühling in ihrem Lebensraum nicht bedroht fühlen, gilt es, einige Regeln einzuhalten. Informieren Sie sich vorab über die Jagd- oder Schonzeit und halten Sie Ausschau nach den „RespekTiere“- Schildern, die Sie vorab auf Begegnungen mit den Tieren hinweisen. Auch Hochstände und Futterkrippen geben Hinweis auf den Lebensraum von Wild.

Wenn Sie auf Tiere treffen, berücksichtigen Sie am besten folgende Tipps:

  • Gehen Sie ruhig und zügig mit Ihrem Hund an der Leine vorbei Behalten Sie die Tiere immer im Auge, damit Sie früh genug reagieren können Vermeiden Sie direkten Kontakt zu Tieren, die mit ihren Jungen auf den Wiesen sind Jungtiere sind oft neugierig und übermütig – halten Sie deshalb genügend Abstand.
  • Sollte es zu einer bedrohlichen Situation kommen, bewahren Sie Ruhe und ziehen Sie sich vorsichtig mit Ihrem Hund zurück Kommt ein Tier auf Sie zu, nehmen Sie den Hund von der Leine.

Wenn sie all diese Dinge beachten, steht Ihnen nichts mehr im Weg um einen Wandertrip mit Hund zu starten. Erstellen Sie sich ihre eigene Checkliste um auf nichts zu vergessen und bestens vorbereitet zu sein. Vergessen Sie nicht frühzeitig Ihre Unterkunft zu buchen, besonders wenn Sie in vierbeiniger Begleitung sind. Wir wünschen Ihnen viel Freude und eine unvergessliche Weitwanderung mit Ihrem Begleiter.